Präsentation

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist der horizontale, direkte und gleichberechtigte Austausch von Erfahrungen, Strategien und Arbeitsmethoden von Jugendgruppen und Organisationen/Initiativen in Brasilien, Deutschland und Uruguay, die im Bereich Kultur, Kunst und Alternative Kommunikationsformen politisch arbeiten.

Im Zentrum des Projekts steht das Ziel, Jugendliche als ExpertInnen für Jugendarbeit anzuerkennen und zu fördern. Jugendarbeit sollte weniger als Arbeit mit Jugendlichen, sondern vielmehr als Arbeit von Jugendlichen begriffen werden. „Erwachsene“ sollten allenfalls Unterstützung liefern, bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen und Rahmenbedingungen bereitstellen.

Im Projekt soll die Möglichkeit geschaffen werden, das Know-how, das sich Jugendliche in ihrem Lebens-, Lern- und Arbeitsumfeld angeeignet haben, Jugendlichen in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen, um sich gegenseitig zu stärken. Hierbei spielt der interkulturelle Austausch eine wesentliche Rolle. Methoden, die in einem Kontext bekannt sind, sind oft in einem anderen Kontext noch unbekannt – der Wechsel der Perspektive und das Kennenlernen der Erfahrungen und Erlebnisse Jugendlicher anderer Kulturen regt an und erweitert den Horizont im wahrsten Sinne des Wortes.

Entwicklung des Projektes

Die Projektidee entstand im Januar 2004 im Kontext des Weltsozialforums in Porto Alegre. Jugendgruppen aus Brasilien, Deutschland und Uruguay, die mit der Rosa Luxemburg Stiftung zusammenarbeiten, entwickelten ein Konzept für ein dreijähriges Pilotprojekt eines interkulturellen Austauschs über Politik und Kultur.

Für die Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) ist der Bereich Jugend eine neue Arbeitslinie. Die politische Arbeit mit Jugendlichen hat eine strategische Bedeutung und das Projekt somit einen innovativen Charakter. Als Pilotprojekt soll es die Integration der Jugendlichen in Netzwerke stärken und Multiplikatoren bei ihrer selbstbestimmten Arbeit unterstützen. Jugendliche sollen explizit in den internationalen politischen Austausch einbezogen werden und ihre eigenen Themen und Arbeitsformen mit einbringen. Ziel ist ein auf einem politischen Grundkonsens ausgerichteter interkultureller Austausch. Bezugspunkt ist der Prozess der internationalen Sozialforen.

Charakter des Projektes

Die Jugendlichen selbst geben als ExpertInnen den Rhythmus des Projektes vor und nutzen den Gestaltungsspielraum. Dabei werden sie von der RLS begleitet. Das Projektkonzept gibt einen Basisrahmen vor, den die Jugendlichen im Projektverlauf eigenständig inhaltlich bestimmen. Grundsätzlich hat das Projekt den Anspruch, den Ansatz einer Einheit von kulturellen und politischen Themen zu stärken. Ein Ansatz, der in Deutschland weniger ausgeprägt verfolgt wird (als z.B. in Brasilien) und wo in vielen Zusammenhängen Kultur und Politik noch als zwei unterschiedliche Themenfelder betrachtet werden.

Hierfür bildet einerseits Hip-Hop als aktuelle, länder- und kulturenübergreifende Ausdrucksform von Jugendlichen die Basis des Projektes, in allen ausgewählten, Projektländern ist diese Komponente vertreten. Andererseits steht die unabhängige Medienproduktion von Radiosendungen etc. im Mittelpunkt.